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<title>Cuckold</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Cuckold</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Als <b>Cuckold</b> (auch kurz als <i>Cucki</i>, <i>Cuck</i> oder <i>Cux</i>) wird vor allem in der <a href="BDSM" title="BDSM">BDSM</a>-Szene ein <a href="Mann" title="Mann">Mann</a> bezeichnet, der in einer festen <a href="Partnerschaft" title="Partnerschaft">Partnerschaft</a> oder <a href="Liebesbeziehung" title="Liebesbeziehung">Liebesbeziehung</a> durch den intimen Kontakt seines Partners mit anderen Personen <a href="Sexualit%C3%A4t" title="Sexualität">sexuellen</a> Lustgewinn erlangt. Dabei kann der Cuckold <a href="Voyeurismus" title="Voyeurismus">voyeuristisches</a>, <a href="Masochismus" title="Masochismus">masochistisches</a> und/oder <a href="Bottom" class="mw-redirect" title="Bottom">devotes</a> Verhalten bevorzugen. Äquivalent hierzu wird eine <a href="Frau" title="Frau">Frau</a>, die durch den intimen Kontakt ihres männlichen Partners mit anderen Frauen sexuellen Lustgewinn erlangt, als <b>Cuckquean</b><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bezeichnet.
</p><p>Im <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englischen</a> Sprachgebrauch ist <i>Cuckold</i> gleichzeitig die Entsprechung des veralteten deutschen Begriffes <a href="Hahnrei" title="Hahnrei">Hahnrei</a>, also eines Mannes, der durch das <a href="Fremdgehen" class="mw-redirect" title="Fremdgehen">Fremdgehen</a> seiner Partnerin gedemütigt wird.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der Einführung des englischen <a href="Lehnwort" title="Lehnwort">Lehnwortes</a> in die <a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">deutsche Sprache</a> fand hier eine Differenzierung zwischen dem klassischen heimlichen Fremdgehen und den offen ausgelebten sexuellen Vorlieben innerhalb der Beziehung statt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<p>Das Wort <i>Cuck</i> leitet sich vom englischen <i><span lang="en">Cuckoo</span></i> oder vom französischen <i><span lang="fr">Coucou</span></i> ab (beides: <i><a href="Kuckuck" title="Kuckuck">Kuckuck</a></i>) und das <a href="Pejoration" class="mw-redirect" title="Pejoration">pejorative</a> <a href="Suffix" title="Suffix">Suffix</a> von <i>-ald</i>.
</p><p>Entsprechend dem Verhalten des Kuckucksweibchens, das seine Eier anderen Vögeln zur Brut und Aufzucht unterschiebt, wurde bereits im Mittelalter dieses Verhalten auf den Menschen für solche Fälle übertragen, in denen eine verheiratete Frau das mit einem anderen Mann gezeugte Kind ihrem Ehemann als dessen eigenes Kind unterschiebt (<a href="Kuckuckskind" title="Kuckuckskind">Kuckuckskind</a>). Im <a href="Mittelenglisch" title="Mittelenglisch">Mittelenglischen</a> tauchte für den vorgeführten Ehemann 1250 der Begriff „cokewold“ auf. Als „<span lang="en">wittol</span>“, einer Ableitung des mittelenglischen Begriffes „<span lang="en">witting</span>“ (<i>wissentlich</i>), wird derjenige Mann bezeichnet, der wissentlich einen Geliebten seiner Frau duldet oder wünscht. Der Begriff tauchte 1589 in <a href="Verb" title="Verb">Verbform</a> als „<span lang="en">cuckolding</span>“ auf und beschreibt verschiedene Formen nichtmonogamer Beziehungen.
</p><p>Der Begriff <i>Cuckquean</i> für weibliche Cuckolds setzt sich analog aus dem Präfix <i>Cuck</i> und dem Suffix <i>quean</i> zusammen. Letzteres leitet sich vom <a href="Altenglische_Sprache" class="mw-redirect" title="Altenglische Sprache">altenglischen</a> <i>cwene</i> ab (<a href="Protogermanisch" class="mw-redirect" title="Protogermanisch">protogerm.</a> <i>kwenǭ</i>) für Frau ab. Etymologisch steht es in einem Zusammenhang mit dem heutigen englischen Begriff <i>Queen</i> für Königin. Während jedoch der Begriff <i>Queen</i> mit einer inhaltlichen Aufwertung verbunden ist, steht der Begriff <i>quean</i> im Englischen für <i>leichtes Mädchen</i> oder <i>Flittchen</i>.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Begriff Cuckquean ist bereits im 16. und 17. Jahrhundert literarisch bezeugt.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Merkmale_des_Cuckolding">Merkmale des Cuckolding</h2></div>
<p>Der Cuckold ist in der Regel devot veranlagt, das Cuckolding selbst ist häufiger Bestandteil innerhalb des <a href="Femdom" title="Femdom">Femdom</a><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und wird deshalb auch zu den Spielarten des BDSM gerechnet. Der Cuckold genießt es, von der Frau <a href="Dominanz_(Psychologie)#BDSM" title="Dominanz (Psychologie)">dominiert</a> zu werden, entweder nur sexuell („<a href="Erotic_Power_Exchange" title="Erotic Power Exchange">Erotic Power Exchange</a>“) oder auch in alltäglichen Dingen oder gar im gesamten Alltag („<a href="Total_Power_Exchange" title="Total Power Exchange">Total Power Exchange</a>“). Es kann ihn erregen, wenn seine Partnerin einen oder mehrere feste Liebhaber hat. Auch <a href="Dem%C3%BCtigung" title="Demütigung">Demütigung</a> in diesem Bereich kann eine erotisierende Wirkung auf den Cuckold haben.
</p><p>Manchmal dehnt sich die bewusst gewollte Unterordnung auch auf ihren Liebhaber aus, indem der Cuckold auch ihm gegenüber eine devote Rolle einnimmt und sich von ihm dominieren und erniedrigen lässt. Das kann so weit gehen, dass der Cuckold die Rolle eines Dieners für beide einnimmt. Sexuelle Dienste, beispielsweise vorbereitenden <a href="Cunnilingus" title="Cunnilingus">Cunnilingus</a> oder das Reinigen der Intimzone des Paares nach dem Geschlechtsverkehr, werden vor allem in der BDSM-Literatur beschrieben.
</p><p>Im Bereich Femdom gehört die <a href="Keuschhaltung" title="Keuschhaltung">Keuschhaltung</a> des Cuckolds zu den häufig in der Literatur auftauchenden Themen.
</p><p>Obwohl die Partnerin sexuelle und auch andere emotionale Befriedigung bei ihrem festen Liebhaber oder auch bei wechselnden Liebhabern findet, ist die Bindung zum Partner in der Regel wesentlich stärker als zum Liebhaber.
</p><p>Viele dominant veranlagte Frauen genießen das bewusste Machtgefälle (engl. <i>Power Exchange</i>) innerhalb der Partnerschaft und die Demonstration ihrer Macht über den Partner. Für einen devot veranlagten Cuckold kann es im Gegenzug eine besondere Auszeichnung darstellen, von seiner Partnerin Demütigung und damit Aufmerksamkeit und Wertschätzung als unterwürfiger Teil der Beziehung zu erfahren. Es finden normalerweise keinerlei Heimlichkeiten zwischen den Partnern statt. Hierbei sind Ähnlichkeiten zu den Grundsätzen der <a href="Polyamorie" title="Polyamorie">Polyamorie</a> zu finden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Abgrenzungen">Abgrenzungen</h2></div>
<p>Abzugrenzen ist Cuckolding vom <a href="Wifesharing" title="Wifesharing">Wifesharing</a>, einer sexuellen Spielart, in welcher der (Ehe-)Mann seine Frau mit einem anderen oder mehreren auf Augenhöhe teilt und nicht devot ist; des Weiteren vom <a href="Candaulismus" title="Candaulismus">Candaulismus</a>, bei dem es nicht zum Sexualakt mit Dritten kommt, der Dritte bleibt in der Rolle des Beobachters.
</p><p>Eine virtuelle Variante ohne Einverständnis des "Cucks" ist <a href="Netorare" title="Netorare">Netorare</a>, ein Genre im Bereich <a href="Hentai" title="Hentai">Hentai</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Phyllis Kronhausen, Eberhard Kronhausen: <i>Erotic Fantasies: A Study of the Sexual Imagination.</i> Grove Press, New York 1994 (EA: 1969), ISBN 0-8021-3006-2.</li>
<li>Kiran Nagarkar: <i>Cuckold.</i> Verlag HarperCollins India, Delhi 1999, ISBN 81-7223-360-4.</li>
<li>Elise Sutton: <i>The FemDom Experience.</i> Lulu.com, Morrisville N.C., 2006, ISBN 1-4303-0464-2.</li>
<li>Lucy Fairbourne: <i>Male Chastity: A Guide for Keyholders.</i> Velluminous Press, 2007, ISBN 978-1-905605-14-9.</li>
<li>Yannick Zengler: <i>Die Partnerin mit einem Anderen. Das sexuelle Erregungspotenzial der Cuckold-Fantasie.</i> (Reihe: Angewandte Sexualwissenschaft) Psychosozial-Verlag, Gießen 2023, ISBN 978-3-8379-3250-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Cuckoldry?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Cuckoldry</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171201035722/http://lexikonderlust.de/cuckold">Lexikon der Lust: <i>Cuckold</i>, abgerufen am 19. November 2017</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Flexikonderlust.de%2Fcuckold">Originals</a></span> vom 1. Dezember 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://lexikonderlust.de/cuckold">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://lexikonderlust.de/cuckold">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/lexikonderlust.de</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.swinger-welt.com/swinger-lexikon/">Swinger-Lexikon, abgerufen am 19. November 2017</a></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Gordon Williams: <i>A Dictionary of Sexual Language and Imagery in Shakespearean and Stuart Literature.</i> London 1994, ISBN 0-485-11393-7, S. 339.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Joseph T. Shipley: <i>Dictionary of Early English.</i> Lanham 2014, ISBN 978-1-4422-3399-7, S. 198.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Heinrich August Pierer: <i>Supplemente zum Universalexikon oder Vollständiges encyclopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe.</i> Band 3, Altenburg 1843, S. 454.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Hans-Dieter Gelfert: <i>Englisch mit Aha!: die etwas andere Einführung in die englische Sprache.</i> München 2010, ISBN 978-3-406-61483-5, S. 80.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Joseph T. Shipley: <i>Dictionary of Early English.</i> Lanham 2014, ISBN 978-1-4422-3399-7, S. 198.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">trio-fun.com <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.trio-fun.com/cuckolding/">Artikel <i>Was ist eigentlich ein Cuckold?</i></a>, abgerufen am 20. Juni 2018.</span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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